Testbericht Totem Runner (iOS) Review

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Erinnert ihr euch an den verrückten Mel Gibson-Film Apocalypto? Der, in dem Maya mit Lendenschurz durch den Dschungel von Zentralamerika laufen?

Zumindest die Macher von Totem Runner scheinen sich an den Film zu erinnern, entschieden sich dann aber, den religiösen Subtext des Films zu entfernen und ihn durch Level zu ersetzen, in denen ihr lauft, springt und spirituelle Transzendenz erlebt.

Das Ergebnis ist Totem Runner, ein actionreicher Endless-Runner, bei dem euer Maya-auf-Mission durch wunderschön gerenderte künstlerischen Umgebungen läuft, um das Gleichgewicht der Natur wiederherzustellen, wobei er sich gelegentlich in einen Vogel, ein Wildschwein und ein fliegendes elektrisches Drachenmonster verwandelt.

Ein Männlein läuft im Walde...

Totem Runner spielt sich wie ein traditioneller Endless-Runner. Sobald ein Level beginnt, prescht euer Charakter in die reche Richtung eures Bildschirms und ihr könnt nichts tun, um ihn zu verlangsamen, zu stoppen oder seinen Kurs zu ändern.

Ihr habt jedoch Kontrolle über die „Plant“-Taste, die euch Pflanzen, Blumen und Sträucher aus dem Nichts beschwören lässt. Je mehr Pflanzen ihr herbeizaubert, um so höher wird eure Punktzahl im Level. Es liegt also in eurem Interesse, dass euer Finger auf dem Button buchstäblich Wurzeln schlägt.

Anders als in vielen anderen Endless-Runnern könnt ihr nicht springen. Dennoch konfrontiert euch das Spiel mit bodenlosen Abgründen und Schluchten voller Stacheln und Dornen.

Zum Glück bietet es eine interessante Lösung für dieses scheinbar unlösbare Problem.

Unsere Totems, unser Selbst

Nachdem ihr die ersten Teile des Spiels geschafft habt, schaltet ihr drei Totem-Tiere frei, in die ihr euch verwandeln könnt: ein Vogel, ein Wildschirm und eine Art von elektrischem Drachen.

Der Vogel erlaubt euch zu fliegen, das Wildschwein rast durch Feinde und Wände voller Reben und dank der Macht des elektrischen Drachens braucht ihr euch nicht um die Feinde und Hindernisse zu kümmern.

Ihr entscheidet über die Wildschwein- und Vogel-Transformationen und müsst mehrmals zwischen ihnen und eurer menschlichen Form in einem Level wechseln, um im Spiel fortzuschreiten und so viele Punkte wie möglich zu verdienen.

Dagegen ist der elektrische Drache mehr eine Art Power-Up, das ihr erhaltet, sobald ihr 50 Edelsteine gesammelt habt. Es ist ein toller Ansatz, um so buchstäblich durch anspruchsvolle Abschnitte zu reisen, aber ihr werdet keine Pflanzen säen und somit keine Punkte in dieser Zeit verdienen.

Der Wechsel zwischen den Totems wird schnell zum zentralen Element des Spiels. Ihr werdet lernen, wann ihr euch in einen Vogel verwandeln müsst (sobald ihr einen Abgrund seht), wann in ein Wildschwein (wenn ihr Dinge durchbrechen wollt) und wann in einen Drachen (wenn ihr frustriert seid).

Die Management-Mechaniken beginnen in den ersten Abschnitten so einfach, dass ihr die beeindruckenden Kunstwerke der Level bestaunen könnt. Doch nach ein paar Stages verwandelt ihr euch mitten in der Luft von Vogel zu Wildschwein, gelangt somit gerade noch rechtzeitig unter den Pfeil eines Feinde und verwandelt euch dann zurück zu einen Menschen, um mehr Punkte zu erhalten.

Keine Schweinerei

Es gibt nicht viel gegen Totem Runner zu sagen. Die Musik ist ein wenig zu repetitiv und die Tilt-Steuerung für die Vogel-Form nicht ganz optimal, aber abgesehen von diesen Fehltritten sieht es aus wie ein außergewöhnlicher Endless-Runner, ergänzt durch einen ganz lustigen Twist - und das Game spielt sich auch so.

Das Einzige, was Totem Runner wirklich zurückhält, ist der Mangel an Abwechslung und Herausforderung in Bezug auf die Level an sich. Bei einem zukünftigen Update wäre der Zusatz eines reinen Endlos-Modus' eine willkommene Ergänzung.

8
Fazit: 
Falls ihr euch nach einem optisch ansprechenden Endless-Runner mit neuartigem Gameplay sehnt, dann ist es uns ein Leichtes, euch Totem Runner für euer Geld ans Herz zu legen

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