Testbericht Tiny Troopers (iOS) Review

In der Videospielwelt findet sich überall das Phänomen Krieg. Jeden Tag werden Millionen von feindlichen Einheiten geschlachtet, damit wir unseren digitalen Kick erfahren können. Auf eine virtuelle Art und Weise sind wir Videospieler blutdurstige Monster.
Tiny Troopers bietet uns ein weiteres Ventil, um unsere virtuelle Kriegssucht auszuleben, aber trotz des gelegentlichen Aufblitzens von Brillanz ist es wohl unwahrscheinlich, dass es der Shooter in eure Sammlung blutrünstiger Spiele schaffen wird.
Zeichentrickgewalt
Das Spiel ist ein von oben nach unten ablaufender Squad-basierter Shooter, der euch die Kontrolle über eine Gruppe von Zeichentricksoldaten verleiht. Diese sind draufgängerisch, haben lächerlich hohe Piepsstimmen und ernten Rankings, während ihr im Spiel fortschreitet.
Ihr steuert eure Gruppe von Kriegern dabei, indem ihr auf den Bildschirm tippt. Diese folgen dann eurem Getippe zu den nächsten Wegpunkten und schießen jeden bösen Typen und jedes Gebäude oder Vehikel ab, auf denen eure Finger dabei landen. Während ihr geht oder auch während ihr stillsteht, könnt ihr schießen, doch Letzteres hat im Normalfall zur Folge, dass ihr selbst abgeschossen werdet.
Spezialwaffen wie Raketen und Granaten sind auf der rechten Seite des Bildschirms zu finden. Um welche zu nutzen, müsst ihr einfach auf das Symbol tippen und den Finger auf euer Abschussziel ziehen. Granaten und Raketen sind allerdings nicht so billig, deswegen müsst ihr diese auch sparsam verwenden, wenn ihr gewinnen wollt.
Für jedes Missionsziel, dass ihr absolviert, jeden Gegner, den ihr tötet und jedes geheime Item, das ihr findet, erhaltet ihr Command Points. Diese nutzt ihr, um euch Extras wie Spezialwaffen zu kaufen, euren Squad stärker zu machen und Spezialisten zu rekrutieren.
Der Krieg ändert sich niemals
Die Missionen, die ihr beschreiten müsst, sind sehr abwechslungsreich und gehen vom Journalisten-Begleitschutz zu gefährlichen Angriffen auf Artilleriestellungen hinter den feindlichen Linien über. Leider ist das Spiel ein bisschen zu simpel gehalten.
So ist im Spiel wenig übrig für Taktik, und ihr fühlt euch eher selten als Teil eines Elite-Teams von Soldaten. Es gibt keine Möglichkeit, eure Truppe zu teilen, um feindliche Positionen geschickter einnehmen zu können, umso öfter werdet ihr einfach von links nach rechts streifen, eure Gegner antippend, um sie mit Blei zu durchlöchern.
Es ist eine Schande, denn der Top-Down-Style passt perfekt auf den Touchscreen. Es gibt ein paar lichte Momente voller Einfallsreichtum, diese werden jedoch zu oft von einem uninspiriertem Setting getrübt. Letztendlich macht Tiny Troopers nicht genug (Kriegs-)Spaß, um uns eine Empfehlung zu entlocken.