Testbericht Tales from Space: Mutant Blobs Attack (PS Vita) Review

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Während sich bislang die meisten Besitzer einer PS Vita zweifelsfrei durch die verschiedenen großen Titel wie Uncharted oder WipEout
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arbeiten dürften, genieße ich hingegen vor allem die preiswerten und lustigen digitalen Veröffentlichungen.

Tales from Space: Mutant Blobs Attack ist solch eine Veröffentlichung. Stellt euch das Kugelrollen und Aufsammeln von Objekten der Katamari-Serie zusammen mit ein paar zusätzlichen Side-Scrolling-Puzzlen vor, und ihr bekommt eine ziemlich gute Vorstellung davon, wie Tales from Space: Mutant Blobs Attack funktioniert.

Vergesst eure ganzen 40€-Titel – das hier ist einer der besten Launch-Titel für die Vita, denn dieser bietet dicht zu einem kleinem Paket zusammengeschnürt eine große Portion an Persönlichkeit und Kreativität.

Geschichtenerzählen

Ihr spielt einen fiesen, mikroskopisch kleinen Alien-Blob, der in einem Labor in einem Reagenzglas lebt – aber nicht mehr lange.

Nachdem ihr aus eurem Gefängnis ausgebrochen seid, ist es an der Zeit, alles zu verschlingen, das kleiner ist als ihr selbst. Saugt ihr Objekte mit eurem Blob auf, wird dieser größer und größer und kann so dann auch immer größere Dinge in sich aufnehmen.

Während des Spiels wird der Blob so lange größer, bis er den Punkt erreicht hat, an dem ganz einfach nichts mehr zum Fressen übrig ist. Die Geschichte ist während dieser Reise schnell erzählt und die verschiedenen Dinge, die ihr fressen sollt, zeigen eindrucksvoll, wie man eine Geschichte durch die Aktionen innerhalb eines Spiels erzählen kann.

Tales from Space: Mutant Blobs Attack spielt sich wunderbar und bietet ein physikbasiertes Gameplay, bei welchem ihr bei der Suche nach eurem Fressen auf Plattformen umherwandert. Euer Blob kann herumspringen, sich selbst aus Kanonen abfeuern und sich durch Röhren oder ähnliches hindurchquetschen und so eine Vielzahl unterschiedlicher Gebiete erreichen.

Erkundungstouren sind äußerst lohnenswert, da das gesamte Spiel herrlich cartoonhaft aussieht, dabei komplex wirkt und euch so ein gutes Gefühl für die unterschiedlichen Größenverhältnisse vermittelt, während ihr größer und größer werdet.

Dabei hilft es auch, dass einen die vielen witzigen Kulissen und sonstigen Spielelemente immer wieder zum Schmunzeln bringen – wartet nur ab, bis ihr erst einmal den Abschnitt entdeckt habt, der von einem beliebten Smartphone-Spiel mit Vögeln inspiriert worden ist.

Herumklecksen

Auch wenn es das übergeordnete Ziel von
Tales from Space: Mutant Blobs Attack ist, alles zu fressen, das euch in die Quere kommt, stehen tatsächlich eigentlich vielmehr die Puzzles im Mittelpunkt.

Diese bestehen aus physikbasierten Rätseln, bei denen es meistens darum geht, Lasern auszuweichen, Gebäude zu erklimmen oder Objekte umherzuschwingen um so euren Blob durch den Level zu schleudern.

Durch das Drücken der L- und R-Tasten könnt ihr eure magnetischen Fähigkeiten einsetzen. Haltet ihr L gedrückt, könnt ihr euch zu einem bestimmten Objekt heranziehen, wohingegen ihr euch mit R von diesem abstoßt.

Ohne zu viel über die Puzzles verraten zu wollen, ist deren Maß an Kreativität angesichts dieser simplen Spielmechanik schon beeindruckend, wenn ihr so zum Beispiel euren Blob auf der Stelle schweben lasst oder eine Treppe bildet, mit der ihr über Gruben voller Stacheln hinüberklettern könnt.

Zudem bricht das Spiel immer wieder aus seinem gewohnten Verlauf aus und hält so den Spielfluss aufrecht. Dies geschieht beispielsweise durch Abschnitte, in denen ihr eure Vita neigen müsst, um so den Blob durch ein Labyrinth rollen zu lassen oder durch Flug-Passagen, in denen ihr mit euren Blob durch die Lüfte fliegen müsst.

Anhänglich

Manche Leute werden sich wohl daran stören, dass
Tales from Space: Mutant Blobs Attack ein wenig zu sehr wie ein browserbasiertes Flash-Spiel oder Smartphone-Spiel aussieht und sich auch entsprechend spielt.

Ohne Frage überschreitet es diese Grenze von Zeit zu Zeit, aber insgesamt waren wir viel zu sehr von den Puzzles und dem restlichen Inhalt begeistert, als dass wir dies als ein ernstes Problem empfunden hätten.

Es ist zudem bemerkenswert, dass das Spiel jenseits der Labyrinthe und eines gelegentlichen Einsatzes des Touchscreens nur wenig Gebrauch von den besonderen Funktionen der Vita macht.

Dennoch ist dies mit seinen geheimen Blobs in jedem Level, den Goldmedaillen zum Sammeln sowie den vollwertigen Online-Leaderboards für jeden Level ein Vita-Spiel, das wir auf unseren Geräten wohl noch für eine ganze Weile installiert lassen werden.

Solltet ihr im PSN-Store nach etwas Kleinem, aber Feinem zum Runterladen suchen, dann ist
Tales from Space: Mutant Blobs Attack mit Abstand eure beste Wahl.

9
Fazit: 
Tales from Space: Mutant Blobs Attack ist das beste herunterladbare Launch-Game für die PS Vita

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