Testbericht Saving Yello (iOS) Review

Bild des Benutzers Manfred Beck
Saving Yello [€ 0,79] von Tactile Entertainment and herausgegeben von Dreamfab ist ein neuer physikbasierter Puzzler über einen Goldfisch namens ‘Yello’. Der arme Yello wurde von seinem siebenjährigen Besitzer, dem wohl nicht ganz klar ist, dass Fische ins Wasser gehören, aus seinem Glas gezupft und auf den Boden geworfen.

Yello braucht nun eure Hilfe, um zurück in sein Glas zu kommen, und das in einer begrenzten Anzahl von Runden. Aber auf dem Weg dahin will er als Rache einige der Spielzeuge seines Widersachers zerstören. Seit seinem Release ist dieses Qualitätsgame in rasantem Tempo in die Top 40 des US-App Stores geschossen.

Ihr könnt Yello durch das Level zurück in sein Glas schleudern, indem ihr seinen Schwanz langzieht, in die gewünschte Richtung zielt und dann loslasst. Zieht ihr seinen Schwanz lang genug, fluppt seine kleine Zunge raus, er schnappt nach Luft und seine Augen werden blutunterlaufen von dem Gezerre.

Wenn ihr gut gezielt habt, plumpst Yello in sein Glas zurück und schwimmt glücklich umher (und ihr werdet mit einem Stern belohnt und entsperrt das nächste Level). Schafft ihr es nicht, ihn mit den erlaubten Versuchen in sein Glas zurückzubefördern, oder schneppst ihr ihn ins Nirvana, dann ist das Level vorbei und der arme Fisch fängt an zu weinen.

Yello in sein Glas zu bekommen, ist jedoch nur ein Teil der Herausforderung. Wollt ihr aber auch die anderen beiden Sterne im Level einheimsen, dann müsst ihr die Spielzeuge seines Besitzers zerstören, indem ihr in sie reinkracht, um damit die angezeigten Mindestpunktzahlen zu erreichen. Zerstört ihr drei Items von der gleichen Sorte, wie beispielsweise drei Teddybären oder Spielzeugautos, dann bekommt ihr für diese “Spielzeug-Combo” Extrapunkte.

Bei fünf Items auf einen Schlag erhöht sich der Punktevervielfacher nochmals. Sobald ihr genügend Punkte gesammelt und die drei Sterne verdient habt - und nicht zu vergessen, das Glas getroffen habt - dann feiert Yello das und springt in seinem Glas hoch und runter und ruft dabei glücklich “Wheeee!”.

Saving Yello macht definitiv auf “süßer Fisch” und hat Yello mit einer Vielzahl animierter Ausdrücke ausgestattet. Werft ihr ihn zum Beispiel direkt an eine Wand, dann sagt er kurz vorm Aufprall mit einer niedlichen kleinen Stimme “Uh-Oh!”. Die Leute lieben solche Sachen, genau wie den sich glücklich in die Lüfte schwingende Vogel in Tiny Wings [€ 0,79]. 

Aber nur weil Yello so knuffig ist, heißt das nicht, dass er im Spiel nicht ordentlich getriezt wird. Der unglückselige Fisch wird auf den Boden geworfen, in Brand gesteckt, in einem Eisblock eingeschlossen, mit Dynamit in die Luft gejagt, von Nägeln aufgespießt und mit Bomben zersprengt. Gegenstände aus Metall landen auf ihm mit einem lauten Knall! Und manche Levels bringen: Angelhaken!

Das klingt vielleicht nach Fischquälerei, aber diese Items sind für Yello in der Tat hilfreich. Er kann Hindernisse aus Holz niederbrennen, wenn er in Flammen steht, oder einfrieren und Hürden aus Metall zerschmettern, während er vereist ist. Im Flug kann er eine Stange Dynamit im Maul transportieren, die dann bei der Landung explodiert (und sein Gesicht ganz schwarz macht). Feuer, Eis und Explosionen können alle Kettenreaktionen hervorrufen, ganze Objekte kippen oder zerstören, und für all das gibt’s dann Extrapunkte.

Von Nägeln aufgespießt zu sein hilft ihm, an Wänden kleben zu bleiben, und wenn Gegenstände auf seinen Kopf fallen, könnt ihr tippen, um sie zu beseitigen und wieder zusätzliche Punkte abzugreifen. Und Yello ist solch ein Hardcore-Fisch, dass er sogar auf Fischerhaken springt und die dann benutzt, um sich auf höhere Plattformen zu schwingen. Kannst du das toppen, Nemo?

Derzeit gibt es 40 Level in drei verschiedenen Umgebungen (Spielzimmer, Wohnzimmer und Küche). Weitere Levels sollen aber bald kommen. Jede neue Umgebung wird entsperrt, wenn ihr in den vorherigen Levels genügend Sterne gesammelt habt. In-App-Käufe sind möglich, um Level freizuschalten, aber das ist gar nicht nötig.

Für jedes Setting und generell gibt es Leaderboards, plus Achievements im Game Center/OpenFeint. Eine Schwäche des Games (wir berichteten ausführlich in unserem Preview) war die dynamische Kameraführung, die immer automatisch den Fisch fokussierte. Ihr konntet zwar herumschwenken und zoomen, um das ganze Level zu überblicken, was ja toll ist, aber nach einer Sekunde beachtete die Kamera eure gewünschte Einstellung gar nicht mehr und nahm wieder den Fisch zentral ins Visier.

Das zwang euch, blind zu zielen bzw. anhand eurer Erinnerung an das, was gerade nicht auf dem Screen zu sehen war ... Ihr seht zwar auch mehr vom Level, während ihr Yellos Schwanz langzieht, aber es wäre schon echt schön und würde das Gameplay verbessern, wenn das gesamte Level während des Spielens überblickt werden könnte (und ein zugänglicherer Restart-Button wäre auch nicht schlecht).

Gute Neuigkeiten: Das neueste Update hat die Schwäche behoben!

Es kann gelegentlich gespielt werden, da ihr ja nur das Fischglas treffen müsst, um das nächste Level freizuschalten, oder ihr wollt mehr Herausforderung und geht auf die Jagd nach allen drei verfügbaren Sternen in jedem Level. Und wie geht es weiter? Nunja, nachdem Yello alle drei Räume des Hauses überstanden hat, sind die Entwickler immer noch dabei zu entscheiden, in welche gefährlichen Umgebungen sie Yello als nächstes verfrachten. Dieser Fisch braucht einen neuen Besitzer!

App Store Link: Saving Yello (€ 0,79) (Universal)

9
Fazit: 
Saving Yello verbindet erfolgreich qualitativ hochwertige Grafik und Sound, ein interessantes Gameplay, verschiedendenste Power-Ups, stimmige Game Physics und einen knuffigen Fisch zu diesem unterhaltsamen Fisch-Wurf-Game.

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