Testbericht Professor Layton und die Maske der Wunder (3DS) Review

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Wenn Rätsel Ziegel wären, hätte Professor Layton inzwischen wohl einen kleinen Bungalow. In den letzten vier Jahren hat er Hunderte von Rätseln in vier verschiedenen Titeln gelöst, was ihn zum am härtesten arbeitenden Akademiker seit Indiana Jones macht.

Er muss aber ein Loser sein, was Bestrafungen angeht, da er wieder einmal da ist – und dieses Mal in drei Dimensionen.

Letztes Jahr hatten wir Bedenken, dass der Professor seinen Charme in Der Ruf des Phantoms verliert, doch diese wurden ehrlich und wirklich wahrgenommen. Professor Layton und die Maske der Wunder haucht der Serie neues Leben ein, dank charmanter Grafik und Rätsel, die sich einzigartig anfühlen.

Lay it on me

Layton, Luke und Emmy befinden sich in der Stadt Monte d'Or, wo ein fremder Mann mit einer Maske für Chaos sorgt und die Einheimischen sowie Touristen erschreckt. In der Zusammenarbeit mit der dümmlichen Polizei müsst ihr aufdecken, wie genau dieser maskierte Kriminelle seine todesmutigen Stunts durchführt.

Es dauert eine Weile, bis man sich an Laytons neuen 3D-Look gewöhnt hat, mit Lukes riesigem doofen Gesicht und Laytons minimal animiertem Mund. Im Vergleich zu den vergangenen Layton-Spielen sehen die neuen Animationen, gelinde gesagt, merkwürdig aus.

Wie auch immer, sobald ihr lernt, die Grafiken nicht mehr mit den Vorgängern zu vergleichen, erkennt ihr den eigenen Stil von Professor Layton und die Maske der Wunder. Ein einfacher visueller Umbau kann bei einer Serie Wunder bewirken.

Jeder Bereich ist nun voller Menschen, alle in Echtzeit animiert, statt statischer Bilder und die Übergänge zwischen den Arealen sind sehr schön.

Aber genug über die Grafik gesprochen – die Rätsel sind auch eine Erwähnung wert.

Die Rätsel selbst wurden einer großen Umgestaltung unterzogen und fühlen sich nun viel besser an. Bei manchen Rätseln müsst ihr Objekte auf dem unteren Bildschirm bewegen, seht die Effekte aber auf dem oberen und ihr seid in der Lage, die Anweisungen auf einem der beiden Bildschirme zu platzieren, sodass ihr mit Leichtigkeit die Informationen, die ihr wünscht, organisieren könnt.

Es ist ein Wunder

Während der Ruf des Phantoms sich eher repetitiv anfühlte, mit Variationen von Rätseln, die wir bereits in vergangenen Layton-Games gesehen hatten, schafft Die Maske der Wunder es tatsächlich, sich sehr frisch anzufühlen.

Gewiss, viele der Rätsel-Typen werden immer noch wiederholt, aber es gibt eine Menge neuer Arten dank der Integration von Animationen. Selbst nach zehn Stunden sahen wir weiterhin neue Rätsel, die uns dazu brachten, in Ehrfurcht still zusitzen.

Nicht alles Neue klappt gut. Es gibt eine Menge Action-Style-Minispiele, von denen ein guter Teil großen Spaß macht. Andere, wie auf einem Motorroller zu fahren und auf einer Straße Fässern auszuweichen, sind nicht so spannend.

Lasst euch davon aber nicht abschrecken. Professor Layton und die Maske der Wunder ist das beste Layton-Spiel seit dem Original Das geheimnisvolle Dorf. Verpasst es auf eigene Gefahr.

9
Fazit: 
Professor Laytons Umzug auf den 3DS ist absolut geglückt, da Die Maske der Wunder bis dato einer der besten Layton-Titel überhaupt ist.

Kategorie: 
3DS