Testbericht N.O.V.A. 3 (iOS) Review

Ob es nun Klone oder Verbeugungen sind – manche von Gamelofts großen Smartphone-Titeln schrauben die Messlatte für Handygames gewaltig in die Höhe. Sie sind kühn, dreist und bescheuert an genau den richtigen Stellen.
N.O.V.A. 3 ist genau solch ein Spiel, ein Sci-Fi-Shooter, der seine besten Ideen und Set-Pieces von Halound Crysis 2 borgt und alles in eine Galaxie-umgreifende Story um finstere Alien-Bedrohungen und antike Artefakte kleidet.
Crysis in klein
Ihr übernehmt mal wieder die Kontrolle über Kal Wardin – ein Mann mit einer Mission und einem glänzenden Metallanzug. Mit der gelegentlichen Hilfe anderer Männer in etwas weniger glänzenden Metallanzügen, einer sexy weiblichen KI und einem zwielichtigen Ex-Widersacher folgt ihr den Zielen auf eurem HUD und ballert alles nieder, was sich bewegt.
Ihr kämpft in den verfallenen Ruinen der alten Erde oder in von Aliens belagerte Raumkreuzern, verteidigt Basen, stampft in dicken Mechs umher und killt hunderte von merkwürdigen Alien-Roboter-Zombies.
Wie seine Vorgänger füllt N.O.V.A. 3 den Bildschirm mit mehr Knöpfen als ihr bedienen könnt. Zusammen mit dem schnellen Tempo des Spiels führt das schon mal zu einem versehentlichen Granatwurf, wenn ihr eigentlich nachladen wolltet. So etwas ist meist nicht schlimm, manchmal sterbt ihr deswegen aber einen vorzeitigen Tod.
Futuristische Schlachten
N.O.V.A. 3 ist ein Spiel, das nicht aus den Fehlern seiner Vorgänger gelernt hat – was ihm aber egal ist. Statt weniger Schwächen gibt's fettere Explosionen, schönere Levels und noch mehr nutzlosen Waffen-Schnickschnack.
Durch das Lock-On-Zielsystem machen die Kämpfe dennoch Spaß und die KI ist blöd genug, um die manchmal etwas wackelige Steuerung zu kompensieren.
Es gibt aber auch ein paar unverzeihliche Fehltritte, wie die Railgun-mäßigen Fahrzeug-Abschnitte, die ungefähr so unterhaltsam sind wie eine Wurzelbehandlung.
Rechnet noch einen Multiplayer-Modus hinzu, der noch vollgestopfter ist als sein Vorgänger, und ihr habt einen First Person-Shooter, der eindrucksvoll unter Beweis stellt, wie imposant und dicke Hose iOS-Gaming heute sein kann.