Testbericht Ninja Gaiden Sigma Plus (PS Vita) Review

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Wir sind es bereits gewohnt, Portierungen von alten Spielen zu sehen, wenn neue Videospielsysteme veröffentlicht werden – ohne den Versuch, mit ein paar Portierungen Geld zu machen, wäre es kein richtiger Hardware-Launch.

Ninja Gaiden Sigma Plus stellt dennoch in gewisser Hinsicht etwas Neues dar, denn es ist nicht bloß eine einfache Portierung, sondern die Portierung einer Portierung. Das Original kam 2004 für die Xbox heraus, die verbesserte Version war 2009 für die PS3 erschienen.

Die Vita-Version ist im Grunde exakt das gleiche Spiel wie die Konsolen-Versionen, bloß mit zusätzlicher Vita-Funktionalität. Leider ist der Übergang zu dem kleineren Bildschirm des Handhelds nicht gerade gut gelungen.

Sig-nature Move

Ryu Hayabusa ist kein glücklicher Ninja. Das Dorf der Hayabusa ist zerstört worden und ein großer, kräftiger Kerl namens Doku hat die Jungfrau des Dorfes getötet und die legendäre Dunkeldrachenklinge gestohlen.

Bei seinem Streben nach Vergeltung rennt, springt und schneidet Ryu sich seinen Weg durch die feindlichen Angriffswellen, während er die umliegenden Gebiete erforscht und versucht, auf dem Pfad des Sieges zu wandeln.

Ninja Gaiden Sigma Plus ist ein Hack 'n' Slash-Spiel, in dem ihr Tastenkombinationen einhämmern müsst, um die angreifenden Feinde zu besiegen. Je mehr ihr euch durch das Spiel hindurcharbeitet, desto mehr Moves und Kombos stehen euch zur Verfügung,und schon bald werdet ihr ein paar wirklich raffinierte Aktionen durchführen können.

Es ist unglaublich leicht, die Kämpfe in diesem Spiel cool aussehen zu lassen, was den brillanten Animationen und dem soliden, flüssigen Gameplay zu verdanken ist, welches zudem die Action aufrechterhält.

Jedes Level umfasst eine Vielzahl„geschlossener“ Gebiete, in denen fies dreinschauende Bossgegner euch beständig fertigmachen. Gegen diese dämonenhaften Bösewichte zu gewinnen, fühlt sich immer richtig gut an.

Minus

Wenn ihr jedoch Ninja Gaiden Sigma spielen wollt, dann seid ihr mit der PS3-Version am besten bedient.

Die Steuerung in Ninja Gaiden Sigma Plus ist nicht gut genug, und einfache Aktionen,wie das Rennen durch eine Tür, das Springen über einen Spalt oder das Erklimmen eines Vorsprungs, sind aufgrund der schlechten Steuerung mit dem Thumbstick frustrierend schwer.

Die sagenhaft schlechte Kameraführung ist noch immer allzeit dazu bereit, euch den Tag zu vermiesen, genauso wie in der Konsolenversion – nur ist diese jetzt sogar noch schlimmer, da ihr das Spiel auf einem kleinen Bildschirm spielt.

Addiert man die Kameraprobleme, die Bildschirmgröße und die Steuerung zusammen, dann ist dies wahrhaftig ein Spiel aus der Hölle. Manche Abschnitte hätten mich beinahe dazu gebracht, wutentbrannt meine Vita quer durchs Zimmer zu schleudern.

Auch lohnt es sich nicht, sich mit den Vita-spezifischen Befehlen – wie den über das hintere Touchpad aktivierbaren Ninpo-Kräften – auseinanderzusetzen. Ihr werdet schon bald feststellen, dass ihr nicht mehr als die Tasten nutzt.

Ninja Gaiden Sigma macht auf der PlayStation 3 eine Menge Spaß, aber lasst euch davon nicht täuschen. Diese Portierung einer Portierung ist der Schatten eines Schattens des Originals.

6
Fazit: 
Ninja Gaiden Sigma Plus ist das, was rauskommt, wenn ein Klassiker zu oft portiert wurde

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