Testbericht Heroes of Ruin (3DS) Review

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Wir bei Pocket Gamer sind hier öfter mal der Meinung, dass Nintendo ernsthaft mit der Zeit gehen müsste und sich dem Thema Online Gaming intensiv widmen sollte.

Natürlich gibt es da diese spielspezifischen Freundes-Codes und ihr könnt Mario Kart gegen fremde Leute online zocken, aber verglichen zu aktuellen Heimkonsolen lässt der 3DS immer noch viel an "echter" Online-Funktionalität vermissen.

Glücklicherweise hat jetzt Square Enix einen Schritt in die richtige Richtung getan und gezeigt, wie es gemacht laufen kann. Das erste Mal, als sich ein zufälliger Online-Spieler eingeloggt hatte und mit uns gemeinsam in Heroes of Ruin ein paar Feinde verkloppt hat, sind wir fast vom Stuhl gefallen.

Heroes of Ruin ist dank seines Online-Gamings ein Meilenstein-Release für den 3DS, der alle wichtigen Elemente eines Onlinespiels vereint: Eine große Anzahl an Quests, verschiedenes Equipment, Statistiken und Hack-'n'-Slash Dungeon Crawling-Action.

Wir brauchen einen Helden

Ataraxis, der Herrscher von Nexus, ist krank geworden aufgrund eines unbekannten Fluches. Ihr spielt einen Söldner und Außenseiter, der gekommen ist, um sein Glück darin zu suchen, das Heilmittel für den König zu finden.

Das beinhaltet, auch durch zahlreiche höhlenartige Bereiche zu wandern, die Feinde, die dort lauern, zu töten und gelegentlich nach Nexus zurückzukehren, um seinen Lohn zu erhalten. Denkt an populäre PC- und Xbox 360-Dungeon Crawler wie Torchlight, und ihr seid nah daran zu verstehen, wie Heroes of Ruin funktioniert.

Den größten Teil des Spiels rennt ihr durch die Gegend und hämmert auf den Attack-Button, und gelegentlich haltet ihr auch mal kurz inne, um einen noch stärkeren Angriff auf eine Meute von Gegnern auszuführen. Dann gibt es da noch Endgegner, die ihr besiegen müsst, Geheimnisse, die es zu entdecken gilt und eine ganze Menge Beute, die ihr sammeln könnt.

Seid ihr ein Fan davon, euch konstant durch Dungeons zu schnetzeln, dann werden der 3DS und Heroes of Ruin in Zukunft eure ständigen Weggefährten sein. Neben dem Hauptquest und den Nebenquests habt ihr auch tägliche und wöchentliche Challenges, die ihr euch von den Online-Servern runterladen könnt.

Zu sagen, es gäbe mehr als genug für einen Single Player-Modus, ist zwar immer noch eine Untertreibung, aber offline zu bleiben, würde wohl den Zweck des Spiels verfehlen.

Auferstanden aus Ruinen

Dabei werdet ihr, wenn ihr das Spiel startet, oder während eines Spiels, von zufälligen Spielern unterstützt, was überraschend gut funktioniert. Spieler tauchen nahtlos in eurem Spiel auf und verschwinden auch mal wieder. Ihr könnt diese Spieler auch so lange begleiten, wie ihr wollt, falls sie euch nützlich erscheinen. Es gibt sogar einen Voice-Chat, den ihr in den Optionen einstellen könnt, und der euch erlaubt, miteinander über das 3DS-Mikrofon zu plaudern.

Es gibt keine auffälligen Lags, und online mit anderen Leuten zu spielen, macht das Spiel unterhaltsamer, als auf irgendeine andere Art und Weise. Ihr habt eine Karte auf dem unteren Bildschirm und könnt damit sehen, wo die anderen Spieler sind. An gewissen Punkten müsst ihr zusammenkommen, um Hindernisse zu überwinden.

Habt ihr Freunde mit einem 3DS, könnt ihr auf eure Freundesliste schauen und eine Allianz mit ihnen bilden. Spielt ihr dann mit eurer Allianz, erhaltet ihr Bonus-Erfahrung für das Aufleveln und verliert niemals die Verbindung zu euren Kumpels.

Alles in Allem ist das ziemlich großartig. Es gibt sogar einen Item-Transaktionsmarkt, wo ihr eure Items verkaufen und von anderen Spielern Zeug kaufen könnt, was sehr nah an die Qualität von PC-MMOs herankommt.

Was kommt als Nexus?

Doch gibt es noch Raum für Verbesserungen. Das stereoskopische 3D ist ziemlich scheußlich, und wir bemerkten eine Menge unnötigerweise schattierte Grafiken. Stellt ihr den 3D-Tiefenregler runter, wird das Spiel um einiges spielbarer. Trotzdem hätten wir uns eine schönere 3D-Funktion gewünscht.

Die Präsentation hakt ebenfalls. Die Synchronsprecher sind ziemlich schlecht und die Handlung wird etwas lustlos präsentiert. Auch das Interface, insbesondere wenn ihr Waffen ausrüstet und Fähigkeiten auswählt, braucht dringend eine Überarbeitung.

Doch all diese kleinen Fehler sind nur wenig störend im Vergleich zu den wundervollen Errungenschaften, die Heroes of Ruin auf den Tisch legt. Das ist echtes Online-Gaming auf einem Nintendo-Handheld.

Mögt ihr RPGs, dann sollte Heroes of Ruin eure nächste Wahl sein. Und selbst wenn ihr keine Rollenspiele mögt, solltet ihr euch das Spiel zulegen, um den Publishern zu zeigen, dass das die Richtung ist, in die der 3DS gehen soll.

9
Fazit: 
Heroes of Ruin ist ein bahnbrechender 3DS-Release, der euch wahrhaftes Online-Gaming liefert und von Anfang bis zum Ende grandios unterhält

Kategorie: 
3DS