Testbericht Great Little War Game: All Out War (Android) Review

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Besonders fleißige Leser dieser Website werden sich daran erinnern, dass wir das originale Great Little War Game ziemlich mochten, als wir es letztes Jahr getestet hatten.

Als eine clevere Mischung aus Cannon Fodders Humor und dem Gameplay von Advance Wars erlaubte uns der rundenbasierte Klassiker, uns für mehrere Wochen Apocalypse Now-Fantasien hinzugeben.

Die Nachricht, dass so etwas wie eine Fortsetzung in der Mache ist, löste in den Pocket Gamer Towers wahrhaftig mehr als nur ein paar Freudenschreie aus, jedoch wurde unsere Euphorie ein klein wenig gedämpft, als wir das Spiel dann zum ersten Mal starteten. Das große Problem ist, dass Great Little War Game: All Out War genaugenommen gar keine Fortsetzung ist – es ist ein Add-on.

Der Entwickler Rubicon hat dies auch eingeräumt. GLWG: All Out War greift die zentralen Gameplay-Mechaniken des Originals auf und bietet zwei völlig neue Kampagnen.

Erfahrung benötigt

Solltet ihr hartgesottene Veteranen sein, dann hört sich das für euch vielleicht so an, als ginge ein Traum in Erfüllung. Die frischen Missionen sind von Anfang an herausfordernd und werden eure militärische Ausbildung und euer taktisches Denken bis aufs Äußerste auf die Probe stellen.

So wie zuvor produziert ihr Einheiten und führt diese durch die verschiedenen Schauplätze, während es euer oberstes Ziel ist, die völlige Überlegenheit über die entsprechende Karte zu erlangen. Dies bedeutet natürlich, dass ihr eure Truppen gegen den Feind vorrücken lasst, welcher für gewöhnlich versucht, dasselbe Ziel zu erreichen.

Ihr handelt rundenbasiert, deshalb können sich eure Einheiten nur einmal pro Runde bewegen und angreifen. Dabei müsst ihr nicht nur vorausahnen, wie das nächste Manöver des Gegners aussehen könnte, sondern ihr müsst auch die Umgebung zu eurem Vorteil nutzen und außerdem auch die Stärken und Schwächen jeder Einheit berücksichtigen.

Wir stehen unter starkem Beschuss

Wenn ihr schon das originale Great Little War Game gespielt habt, dann wird euch all das dank des Tutorial-Modus jenes Spiels bereits geläufig sein.

Weil GLWG: All Out War als ein Erweiterungspaket verstanden wird, fehlen ihm sämtliche Hilfen dieser Art. Es wirft euch so ziemlich ins kalte Wasser hinein und lässt euch so kaum Zeit, die Feinheiten der Befehle auf dem Schlachtfeld zu erlernen.

In dieser Hinsicht ist es nicht zu empfehlen, GLWG: All Out War herunterzuladen, wenn ihr dessen Vorgänger noch nicht gespielt habt. Es bestünde ansonsten das Risiko, dass ihr unter dem Gewicht der Herausforderung zusammenbrecht – Einsteiger werden vermutlich frustriert abschalten, sobald der Feind wiederholt seine tapferen Truppenverbände losschickt.

Wenn ihr jedoch den vorherigen Teil bereits genossen habt, dann wird sich das Spielen von GLWG: All Out War für euch so anfühlen, als würdet ihr in ein Paar warme, vertraute Hausschuhe hineinschlüpfen. Es fängt da an, wo das Original aufgehört hat und stellt euer Können direkt von der ersten Mission an auf die Probe.

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt

Manch einer könnte einwenden, es wäre weiser gewesen, den Zugriff auf den neuen Inhalt über einen In-App-Kauf im originalen Titel zu ermöglichen. Wir können nur vermuten, dass Rubicon hofft, mehr Umsatz im Android Market zu machen, indem es den Titel als ein eigenständiges Spiel veröffentlicht.

Wie auch immer die Marketingstrategie hinter GLWG: All Out War aussehen mag, ist es auf jeden Fall absolut zu empfehlen – auch wenn blutige Anfänger besser beraten wären, mit dem ersten Spiel anzufangen, bevor sie sich für diesen harten, aber süchtig machenden Einsatz verpflichten.

8
Fazit: 
GLWG: All Out War liefert euch mehr vom selben brillianten rundenbasierten Taktik-Gameplay, das schon das ursprüngliche GLWG so anziehend gemacht hat. All Out War ist jedoch nur etwas für kampferprobte Veteranen - solltet ihr ein Neueinsteiger sein, dann startet am besten mit Original, bevor ihr diesen Titel hier herunterladet.

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