Testbericht Demolition Inc. (Android) Review

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Die Menschheit zerstört Mutter Erde, entweiht ihren Boden mit unermüdlicher Geschäftigkeit und überbevölkerten Städten voller emporragender Hochhäuser, die als Monumente unserer Gier dienen.

Aber was könnt ihr dagegen tun? Nun, wenn ihr dem Beispiel von Demolition Inc. folgt, dann könntet ihr Aliens in ihren UFOs auf die Erde schicken, deren Traktorstrahlen Minivans kontrollieren können, und diese (und ihre verdammten Insassen) dann in das Grundgerüst der grauen Monstrositäten schicken, in der Hoffnung, dass diese in sich zusammenbrechen.

Das einzige Problem an der Sache ist, dass auch wenn die Städtezerstörung einen Rampage-artigen, virtuellen Reiz ausübt, so knausert die Hauptkampagne dieser PC-Konvertierung doch etwas zu sehr an der schadenfrohen Seite der Zerstörung.

Zur Raserei getrieben

Demolition Inc.
verspricht durch sechs verschiedene – wenn auch ästhetisch sehr ähnliche – Städte und 30 Level, einen Spielplatz der Verwüstung. Die Realität sieht jedoch weniger explosiv aus.

Isometrisch durch eine bewegbare Kamera betrachtet, habt ihr während jeder Mission den Auftrag, jedes Gebäude mit Hilfe eines immer schwebenden UFOs und dessen speziellen Kräften, in einen Haufen Schutt zu verwandeln.

Diese reichen von simplen Öl- und Klebeflecken, die Autos dazu zwingen ihren Kurs zu ändern, bis hin zu aufwendigeren Möglichkeiten wie explodierenden Kühen, Erdbeben oder Abrissbirnen im Katamari-Stil, die alle durch simples Ziehen und Ablegen auf der Karte verteilt werden.

Die Herausforderung liegt in der überraschend mickrigen Anzahl an Fähigkeiten, die ihr während jeder Mission zur Verfügung habt. Das verwandelt die meisten Level in eher eingeschränkte Puzzle-Szenarios, in denen ihr eigentlich nur versucht, Kettenreaktionen aus Miniexplosionen auszulösen, um möglichst viel Schaden anzurichten.

Gute Ware für gutes Geld

Im Prinzip ist das eine zuverlässige Möglichkeit euch dazu zu zwingen, jede Kraft zu meistern, bevor ihr sie im seismischen Rampage-Modus (in dem ihr jeden Level mit einem Haufen explosivem Material nochmal spielen könnt, um euren High Score zu verbessern). Trotzdem ist es beizeiten sehr frustrierend.

Das liegt hauptsächlich an der eher wahllosen Physik, die von euch geplante Bewegungen nur selten so ausführt, wie sie es eigentlich sollte. Gebäude fallen so ab und zu in sich zusammen, nachdem sie nur flüchtig von einem kleinen Auto berührt wurden, während wieder andere eine Kollision mit einem Öltanker überleben.

Solche Fehler können bedeuten, dass ihr gezwungen seid, langatmige Level wieder und wieder zu spielen, um es richtig hinzubekommen.

Das heißt nicht, dass Demolition Inc. keinen Spaß macht – eine ungeplante Reihe von Ereignissen zu beobachten, wie sie gigantische Türme zerstören, ist beunruhigend erlösend. Aber ihr kommt nicht umhin euch zu wünschen, dass solche Momente im Spiel normal wären, anstatt nur ein seltener Leckerbissen.

7
Fazit: 
In Demolition Inc. gibt es eine ordentliche Portion Stadt-Plattmachen-Chaos zu genießen - es ist nur eine Schande, dass in den Levels kontrollierte Explosionen den Erdbebenkrachern vorgezogen werden

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