Testbericht Beat Sneak Bandit (iOS) Review

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Unsere Geschichte hat schon viele seltsame Mischungen von Videospielgenres ausgespuckt, aber wir sind uns ziemlich sicher, dass es noch nie ein „Rhythmus-Action-Stealth-Puzzlespiel“ gegeben hat.

So ungewöhnlich diese Mischung auch sein mag, funktioniert Beat Sneak Bandits Wundertüte voller Inspirationen dennoch prima. Es ist die dritte Veröffentlichung des Entwicklers Simogo Games für iOS, welche nun in die charmanten, wenn auch etwas flachen Fußstapfen von
Bumpy Road und Kosmo Spin tritt.

Beat Sneak Bandit teilt die Kreativität und das Herz dieser vorherigen Titel, und es ist sicherlich das bislang zufriedenstellendste Spiel von Simogo. Es liefert neben einem großen Flair und unwiderstehlichen Stil ein äußerst unterhaltsames Gameplay.

Duke Clockface hat alle Uhren dieser Welt gestohlen und es liegt nun an euch, sie alle wieder zurückzuholen.

Berührt ihr im Rhythmus den Bildschirm, schreitet ihr voran – bei einem Fehler bleibt ihr stehen und setzt euch so einer Vielzahl von Gefahren in der mysteriösen Villa des Dukes aus.

Auf den ersten Blick steht die Musik von Beat Sneak Bandit im Vordergrund, durch welche die Levels zu einem tückisch zugänglichen Soundtrack nur so dahinplätschern.

Umherwandernde Wachen, flackernde Suchscheinwerfer und sich öffnende Falltüren warten nur darauf, euch überraschen zu können, weshalb es lebensnotwendig ist, den Beat zu treffen, wenn ihr es unbemerkt durch die vielen labyrinthähnlichen Single-Screen-Levels schaffen wollt.

Erst denken, dann schleichen

Auch wenn das Treffen des Beats der Leim ist, der Beat Sneak Bandit zusammenhält, sind es doch die zugrundeliegenden Puzzles, die das Spiel erst wirklich erstrahlen lassen.

Da ihr euch ausschließlich vorwärts bewegen könnt, müsst ihr beim Steuern durch die einzelnen Abschnitte euren kleinen virtuellen Schleicher gegen Wände laufen lassen, damit dieser in einer anderen Richtung herumschnüffeln kann.

Dies bedeutet, dass Erfolg nicht nur eine Frage des Nichtentdecktwerdens ist –die sorgfältige Begutachtung des Aufbaus eines jeden Abschnitts sowie strategisches Vorausdenken sind so gut wie immer unabdingbar, besonders wenn ihr euch alle vier Bonusuhren schnappen wollt, die listig in jedem Level platziert worden sind.

Dies ist zudem ein lohnenswertes Bestreben, da aufgesammelte Uhren schwerere Bonus-Stages mit kniffligeren Rhythmen freischalten und so euren Mut auf die Probe stellen.

Dabei ist es keineswegs so, dass Beat Sneak Bandit leicht ist. Es ist ein Spiel, das euch von Beginn an Überlegung, Beobachtungsvermögen und ein gutes Timing abverlangt, und bei dem jedes neue Hindernis auf clevere Art und Weise eine völlig neue Vorgehensweise erfordert – und dabei stets darauf besteht, dass ihr den allgegenwärtigen Rhythmus einhaltet.

Sollte es tatsächlich etwas zu beklagen geben, dann ist dies die Tatsache, dass der unbarmherzige Vorwärtsmarsch des Spiels ein wenig zu leicht eure gut durchdachten Pläne mit einem schlecht getimten Patzer zunichtemacht. Dies kann mitunter ermüdend sein, wenn ihr so dazu gezwungen werdet, auf halber Strecke der oftmals langen Wege zu den Uhren wieder von vorn anzufangen.

Dies ist jedoch nur ein kleinerer Kritikpunkt. Beat Sneak Bandits hinreißende und fesselnde Mixtur aus Querdenken und rhythmischem Zucken bietet eine charmante und durch und durch einzigartige Genremischung. Sowohl in Sachen Design als auch Spielgefühl trifft es jeden Beat.

9
Fazit: 
Zweifellos ein ungewöhnlicher Mix, aber Beat Sneak Bandits pfiffige Mischung aus Rätseln und den Takt treffen hat sich als genialer gemachter Spielgenuss entpuppt

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