iPhone und iPad Apps können unerlaubt euer Adressbuch kopieren und auf private Server hochladen

Laut einem Blog-Post von Designer Dustin Curtis können iPhone und iPad Apps mit Leichtigkeit auf euer Adressbuch zugreifen und es auf private Server hochladen, ohne dafür eure Einwilligung erhalten zu haben.
Obwohl das sowohl ein Vertrauensbruch als auch ein Eingriff in die Privatsphäre darstellt, glaubt Curtis, dass diese Form des Data Mining eine gravierende Verbesserung eures User-Erlebnisses nach sich ziehen könnte. Offenbar handelt es sich hier um eine “übliche Vorgehensweise” unter iOS-Entwicklern.
"Meine kurze Umfrage unter 15 Entwicklern beliebter iOS-Apps hat ergeben, dass mir 13 von ihnen mitgeteilt haben, dass sie über eine Kontaktdatenbank mit Millionen von Einträgen verfügen,” so Curtis in seinem Blog-Post.
"Die Datenbank eines dieser Unternehmen hat neben Mark Zuckerbergs Handynummer auch Larry Ellisons Festnetznummer und Bill Gates’ Funktelefonnummer.”
Wo ist Apple?
Es ist überraschend zu lesen, Apple würde Drittanbietern gestatten, ohne Einverständnis auf ganze Adressbücher zuzugreifen, v.a. da Kameraaufnahmen, Informationen zum Aufenthaltsort und andere sensible Daten geschützt sind.
Selbst Android-betriebene Geräte benötigen eine App, um die Erlaubnis zum Zugriff auf eure Kontaktdaten einzuholen.
Laut Curtis ist die fehlende Implementierung des Adressbuchschutzes ein “Vertrauensbruch” von seiten Apples, und nicht von den App-Entwicklern.