Hands-On mit N.O.V.A. 3 für iOS und Android

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Während das erste N.O.V.A. mit seinem sich erneuerndem Schild und seinem blauen KI-Gefährten so etwas wie Gamelofts Versuch war, Halo zu kopieren, richtet N.O.V.A. 3 sein Augenmerk auf das grafische Kraftwerk Crysis.

Vom neu gestalteten Look des Serienstars Kal Warden, bis hin zum wellenförmigen Organisches-trifft-Metall-Design eurer wichtigsten Gegner: es gibt kein Entkommen vor der Tatsache, dass die Entwickler einmal mehr ihre Inspiration bei heißen Konsolentiteln gesucht haben.

Es gibt sogar Sechsecke in der Ecke eures Bildschirmes, wenn ihr getroffen werdet, welche an den Nanoanzug des Konsolenspiels erinnern.

Aber lasst uns die Klon-Debatte mal für eine Sekunde vergessen, denn auch wenn es zu anfangs stark an Cryteks Opus erinnert, N.O.V.A. 3 sieht wie ein weiterer Schritt in Richtung eines erstklassigen First Person-Shooters für diese Firma aus.

Drückt 'Feuern' um zu feuern

Das Tutorial beispielsweise ist sehr clever. Es startet damit, dass ihr in die Ruinen San Franciscos hinunterkracht und bei dem Versuch, euch mit einigen anderen Soldaten zu treffen, erst mal ein paar Außerirdische ermordet.

Anstatt einer Reihe langweiliger 'und nun schau nach oben'-Anweisungen, wird die Steuerung nach und nach freigeschaltet, während ihr die Volterites (eure Hauptfeinde) mit eurem Sturmgewehr niedermacht. Das Spiel beginnt als On-Rails-Shooter („drücke das, um zu schießen“) und lässt eure Kontrolle stetig wachsen, während das Spiel fortschreitet.

Zusätzlich zu dem Repertoire früherer Titel, kommt die Fähigkeit nach unten zielen zu können – etwas, dass die leicht ungenaue Steuerung, welche Touchscreen-FPS mit sich bringen, etwas ausgleicht – sowie neue Waffen und andere, erlernbare Fähigkeiten.

Während des Durchspielens hatte ich die Chance, einige der Serienfavoriten auskosten zu können, wie die krachende Kraft des Raketenwerfers und den sehr Quake-artigen Granatenwerfer, ebenso wie die hinterlistige, Bullettime-artige Kraft der Verlangsamung und den massiven Schock, der Bosse lahmlegt.

Andere Gegenstände, die für das komplette Spiel versprochen werden, schließen einen Flammenwerfer für sofortiges Barbecue und eine Frostkanone (um Essen für später einzufrieren, rate ich mal) ein.

Mech meinen Tag.

Auch neu in der Reihe ist die Fähigkeit, Mechs und Buggies steuern zu können, wobei Erstere flüchtig an die aus Killzone 3 erinnern– der Bildschirm erschüttert, während ihr durch die Straßen der Stadt stampft.

Diese Fahrzeuge sind auf einigen größeren Multiplayerkarten (von sechs insgesamt) vorhanden. Der Buggy erlaubt es, bis zu zwei Leuten gleichzeitig darin herumzurollen. Bis zu 12 Spieler können am Gemetzel teilnehmen und ein Modern Combat-/Call of Duty-Entwicklungssystem soll euch ermutigen, länger zu bleiben.

Was für Spieler kontrovers sein könnte, ist der Zusatz von In-App-Käufen, sowohl für den Singleplayer als auch den Multiplayer, wobei diese bei Ersterem hauptsächlich für ungeduldige Spieler oder Casualgamer sind und Letztere ähnlich funktionieren, wie die in Modern Combat 3.

Ihr könnt euch aber keine besseren Ergebnisse kaufen, da auch gekaufte Waffen noch immer von euch verlangen, dass ihr euch hochlevelt, bevor ihr sie nutzen könnt.

Leider war ich während meines Hands-On nur in der Lage, das Menü zu sehen und einen kleinen Teil einer erdbasierten Karte: das Fleisch des Multiplayers ist noch immer tabu für Previews.

Zurück in Action

Was ich hingegen spielen konnte, war eine gute Stunde der Singleplayer-Kampagne, von der erwartet wird, dass sie rund 5 Stunden umfasst.

Diejenigen unter euch, die Angst haben, dass Gameloft die Crysis-Schablone etwas zu wörtlich nimmt, kann ich aber beruhigen – während die Action auf der Erde startet, stürmt Kal bald die ganze Galaxie und besucht N.O.V.A.-artigere Orte, wie einen staubigen Strafplaneten (komplett mit tobenden Insassen).

Das Spiel läuft mit einer upgegradeten Version der Modern Combat 3-Engine, dieses Mal optimiert für Dual Core-Maschinen.

Vorbei sind die Zeiten der quadratischen Köpfe der früheren Gameloft-Titel, und an ihre Stelle sind eine korrekte Physis und detaillierte Texturen getreten.

Der Teil, den ich gespielt habe, war noch nicht für das iPad Retina-Display optimiert, aber Gameloft versicherte mir, dass sich das geändert haben wird, wenn das Spiel an den Start geht.

Das Datum ist mit „Mai“ für iOS und Android noch sehr vage gehalten. Gameloft gab nicht bekannt, ob das eine gleichzeitige Veröffentlichung für beide Plattformen bedeutet.


Spieltitel: 
N.O.V.A. 3

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